Einwohnerzahlen des Dorfes Rickert mit Duten und Ahrenstedt nach dem Historischen Einwohnerverzeichnis

1743 -   67 Einwohner (nach Steuerliste) 9 Häuser
1803 -   85 Einwohner (nach Volkszählung) 15 Häuser
1860 - 147 Einwohner (nach Volkszählung) 26 Häuser
1867 - 184 Einwohner
1875 - 238 Einwohner
1885 - 244 Einwohner
1890 - 240 Einwohner
1900 - 248 Einwohner
1910 - 296 Einwohner
1919 - 276 Einwohner
1925 - 269 Einwohner
1933 - 286 Einwohner
1939 - 260 Einwohner 44 Häuser
1946 - 549 Einwohner (davon 247 Heimatvertriebene)
1950 - 522 Einwohner
1956 - 324 Einwohner
1961 - 316 Einwohner
1970 - 489 Einwohner
1980 - 943 Einwohner (vom Amt Fockbek)
1989 - 880 Einwohner (vom Amt Fockbek)

Interessant ist bei diesen Zahlen die 1. Zunahme der Einwohnerzahl um 1867 bis 1885. Um diese Zeit wurden in Rickert einige Katen gebaut, u. a. das sog. Magazin von Carsten Sieh (65), die Häuser von Jürgen Sievers (58), Peter Engel (122) und Claus Peters (124). Einige Bauern hatten neben dem Haupthaus noch ein oder zwei Katen. Wenn diese nicht für die eigene Familie oder das Dienstpersonal benötigt wurden, wurden sie vermietet. Diese Häuser wurden von zwei bis 3 Familien bewohnt. Man wohnte, gemessen an unseren heutigen Bedürfnissen, sehr eng zusammen. Ein weiterer Grund des Zuwachses war die Gründung der Carlshütte 1827 in Büdelsdorf durch Marcus Holler, wo viele Rickerter einen Arbeitsplatz fanden. Schlüsselt man die Einwohner der damaligen Zeit nach Berufen auf, stellt man fest, daß viele Männer den Beruf des Tischlers oder Zimmermanns ausübten. In der Volkszählung von 1860 gibt es in Rickert 6 Tischler und Zimmerleute. Diese hatten ihren Arbeitsplatz auf der Carlshütte. 1847 hatte der Besitzer mit dem Schiffbau begonnen. Es wurden auf dieser Werft über 30 Schiffe gebaut. Außerdem wurden diese Leute für den Bau der sogenannten Hüttenhäuser gebraucht. Die zweite große Zunahme der Bevölkerungszahl war 1945 eine Folge des Krieges. Die Einwohnerzahl erhöhte sich durch den Zuzug der Heimatvertriebenen und Evakuierten um 100 Prozent. Sie nahm in den Folgejahren durch Umsiedelung etwas ab. 1965 begann die Bebauung der Siedlungen Timrade, Am Ehrenmal, Roggenhof und an der Büdelsdorfer Straße. Die Bevölkerungszahl erhöhte sich merklich. Fast eine Verdoppelung der Einwohnerzahl erfuhr Rickert 1977 mit der Bebauung von Schröders Wisch einige Jahre später folgte der Brenkhof. Aus dem Bauerndorf Rickert ist ein bevorzugtes Wohngebiet für Familien geworden, die ihren Beruf in Rendsburg oder im Umland ausüben. Im Ortskern ist der Bauerndorfcharakter aber erhalten geblieben. Von den ursprünglich sieben landwirtschaftlichen Betrieben sind noch vier erhalten, aus einem Betrieb wurde der "Lindenkrog", einer stellte den Betrieb ein, dafür entstand ein neuer, zwei sind an den Ortsrand ausgesiedelt. In Bezug auf die Besiedelung sollte man sich die Karten von 1786, 1786 [2], 1880 und 1985 nochmal betrachten.



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